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Orthopädieschuhmacher

Die Auszubildenden des Orthopädieschuhmacher-Handwerkes besuchen an einem Tag pro Woche die Berufsschule.

Berufsbild

 Der Beruf Orthopädieschuhmacher/Orthopädieschuhmacherin gehört zu den medizinischen Handwerksberufen.Orthopädieschuhmacherinnen und Orthopädieschuhmacher entwickeln in Zusammenhang mit dem behandelnden Arzt orthopädische Versorgungen an Fuß und Unterschenkel, um die Rehabilitation von Patienten zu verbessern. Die Betreuung von Patienten und die enge Zusammenarbeit mit dem Facharzt und dem Rehabilitationsteam erfordern medizinisches Wissen und psychologisches Einfühlungsvermögen.

Das Aufgabengebiet umfasst die Herstellung orthopädischer Hilfsmittel, insbesondere orthopädischer Maßschuhe, Einlagen und Fußprothesen sowie orthopädische Verbesserungen an Schuhen. Darüber hinaus gehört zum Arbeitsgebiet das Anpassen von Bandagen für Fuß und Knie, das Anmessen von Kompressionsstrümpfen sowie die medizinische Fußpflege.

Der Patientenkreis hat sich in den letzten Jahrzehnten erheblich geändert: nicht mehr Kriegsversehrte stehen im Vordergrund, sondern zunehmend gehbehinderte Menschen z.B. mit Sport- oder Unfallverletzungen oder Rheuma. Die fachgerechte Versorgung von Allergikern, Diabetes- und Schlaganfallpatienten erfordert spezielle Fertigkeiten und Kenntnisse, z.B. die der medizinischen Fußpflege.

Die Betreuung der Patienten und die enge Zusammenarbeit mit dem Facharzt stellen eine wichtige Aufgabe von Orthopädieschuhmacherinnen und Orthopädieschuhmachern dar, die ein gewisses Maß an medizinischem Wissen und psychologischem Einfühlungsvermögen erfordert.

Weitere Inhalte der Berufsausbildung sind folgende Fertigkeiten und Kenntnisse

  • Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
  • Umweltschutz
  • Anatomie und Pathologie von Stütz
  • und Bewegungsorganen- Bearbeiten von Werk
  • und Hilfsstoffen, wie z.B. Leder oder spezielle Kunststoffe
  • Anmessen von orthopädischen Hilfsmitteln
  • Beraten und Betreuen von Patienten
  • Entwickeln und Herstellen von Formteilen und Modellen
  • Herstellen von Fußbett und Schuhsohle, Schuhreparatur
  • Anfertigen von Verkürzungsausgleichen und Einbauelementen

Eignung

Ein guter Hauptschulabschluss oder ein Realschulabschluss sollten die schulischen Voraussetzungen bilden für den Kreis derjenigen jungen Leute, die dieses Handwerk erlernen wollen.

Dazu gehören ebenso handwerkliches Geschick, Spaß im Umgang mit Werkzeugen, Werkstoffen und Maschinen und die Bereitschaft, sich in das Verhalten behinderter Menschen einzufühlen.

Wie bei vielen anderen Berufen kann auch in Orthopädieschuhmacherhandwerk die Zunahme weiblicher Auszubildender festgestellt werden, eine Entwicklung, die den Aufgaben dieses Handwerks durchaus gerecht wird.

Das Orthopädieschuhmacherhandwerk gehört auf Grund seines umfangreichen Aufgabengebietes zu der kleinen Gruppe von Handwerksberufen, denen eine 3 ½ -jährige Ausbildungszeit zugebilligt wird.

Die Ausbildung erfolgt in kleinen Handwerksbetrieben, so dass der enge Kontakt zum jeweiligen Handwerksmeister gewahrt werden kann. Die betriebliche Ausbildung wird durch den Berufsschulunterricht ergänzt.

Chancen

Die zunehmende Lebenserwartung der Bevölkerung geht einher mit Beeinträchtigung unserer Beweglichkeit z.B. durch Gelenkverschleiß, Rheuma, Diabetes und vieles mehr. Damit wir alle unser Leben lang gut zu Fuß sind, wird das Gesundheitshandwerk Orthopädieschuhtechnik immer wichtiger.

Ein qualifizierter Berufsabschluss einerseits und die Verbindung zum Gesundheitswesen andererseits bilden die Grundlage dafür, dass es sich weitgehend um ein konjunkturunabhängiges Handwerk handelt, dessen Leistungen immer gefragt werden, so dass Berufsbewerber gute Chancen bei der späteren Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz haben werden.

Nach Abschluss der Ausbildungszeit wird der junge Geselle in einer mehrjährigen praktischen Tätigkeit sein Fachwissen vertiefen. Die Fachschulen des Orthopädieschuhmacher-Handwerks bieten Vorbereitungslehrgänge an, um die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ablegung der Meisterprüfung zu schaffen.



Kontakt

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